Lordano hat zum zweiten Mal das Deutsche St. Leger gewonnen. Der siebenjährige Adlerflug-Sohn setzte sich am Sonntag in Dortmund im mit 55.000 Euro dotierten WETTSTAR.de – 142. Deutschen St. Leger durch.
Der von Marcel Weiß für das Gestüt Ittlingen von Manfred Ostermann trainierte und von Sibylle Vogt gerittene Lordano ging als 2,3:1-Favorit in die Gruppe-III-Prüfung über 2800 Meter.
Bereits 2023 hatte Lordano den traditionsreichen Stehertest für sich entschieden. Mit seinem erneuten Erfolg gelang ihm nun dasselbe Kunststück wie zuvor El Tango, der das St. Leger 2005 und 2007 gewinnen konnte. Lordano ist damit erst das zweite Pferd, dem zwei Siege in diesem Rennen gelangen.
Im zunächst von Queimados vor Pashang und Helvetios angeführten Rennen hielt sich Lordano zunächst im hinteren Teil des Feldes auf. Der spätere Sieger galoppierte lange an fünfter oder sechster Position, während Narrativo bereits früh den Anschluss an die übrigen Pferde verlor.
Im Schlussbogen rückte das Feld enger zusammen. Lordano hatte sich zu diesem Zeitpunkt an der Innenseite bereits verbessert und brachte sich in eine gute Ausgangsposition für die entscheidende Phase.
In der Zielgeraden übernahm Lordano schnell die Führung und machte den Sieg frühzeitig klar.
Platz zwei ging an Wintertraum aus dem Stall von Waldemar Hickst mit Michael Cadeddu im Sattel. Dahinter belegte dessen Trainingsgefährte Helvetios unter Benjamin Marie den dritten Platz. Für Helvetios bedeutete das zugleich die erste Gruppeplatzierung.
„Ich wusste schon, dass es einen guten Strich geben würde, aber nicht, dass es so schnell wird. Ich wusste aber, dass ich mich komplett auf ihn verlassen konnte. Es ist toll, ein Pferd von solcher Klasse reiten zu können.“
Mit dem zweiten Sieg im Deutschen St. Leger hat Lordano seine besondere Stellung unter den deutschen Stehern erneut unterstrichen.